FREIWILLIGE FEUERWEHR WELTERSBURG
                                      

Sonstige Aktivitäten der Weltersburger Feuerwehr (Titelfoto: Abbrennen des Martinsfeuers)


Oktober 2020

Übung: Einsatzstellenbelüftung

Auch wenn der Übungsbetrieb der Feuerwehren Corona-bedingt auf ein Minimum heruntergefahren ist, wollten die Weltersburger Feuerwehrleute mal wieder etwas anderes sehen, als die eigenen vier Wände. Gerd Holzbach, Wehrführer in Weltersburg und gleichzeitig Zugführer der FF Westerburg hatte bereits bei der Erstellung des Übungsplans für 2020 angeboten, eine Übung zum Thema "Einsatzstellenbelüftung" durchzuführen.  

Die ehemaligen Räumlichkeiten der stillgelegten Hauptschule Westerburg boten sich dafür an. Da die FF Weltersburg selbst nicht über das entsprechende Equipment verfügt, stellten die Kameraden aus Westerburg freundlicherweise ein Be- und Entlüftungsgerät sowie einen wasserbetriebenen Überdrucklüfter zur Verfügung. Bewaffnet mit 2 Nebelmaschinen und aufgeteilt in 2 Stationen erklärten Holzbach und Björn Russ die Unterschiede der beiden Geräte, die richtige Einsatztaktik sowie typische Fehler im Umgang.  


Björn Russ (2.v.r.) erklärt die unterschiedlichen Funktionen des Be- und Entlüftungsgeräte


Gerd Holzbach erklärt Aufbau und Einsatzgrundsätze des wasserbetriebenen Überdrucklüfters


Der Lüfter im Einsatz (v.l. Oliver Blaum, Björn Steinebach, Gerd Holzbach, Andreas Dasbach)


Oktober 2019

Ausflug nach Boppard

Nachdem der Ausflug 2018 "nur" eine Wanderung um den Watzenhahn war, mit ausgedehntem Besuch der Kameraden aus Berzhahn und anschließendem Einkehren bei "Gläsermanns" in Dorndorf, war der Ausflug 2019 schon fast eine Fernreise. Verteilt auf 3 MTWs fuhren 24 Weltersburger nach Boppard am Rhein. Der eigentliche Plan war, dort mit der Sesselbahn zum sogenannten Vierseenblick zu fahren, und im Biergarten Gedeonseck etwas Herbstsonne zu tanken. Neben der bequemen Variante führen auch ein Wanderweg so wie ein Klettersteig (Mittelrhein-Klettersteig) nach oben.  Eine Gruppe von 8 Feuerwehrmitgliedern entschied sich (nicht ganz unvorbereitet) für den Klettersteig, 5 weitere für die Wanderung. Viele Wege führten nach oben, nach zweieinhalb Stunden saßen wir endlich vereint im Biergarten. Nur die Sonne ließ leider den ganzen Tag auf sich warten.

Hier ein paar Impressionen vom Klettersteig

  • Klettern_Gruppe1
  • Klettern_Anna&Bjoern
  • Klettern_Marina
  • Klettern_Florian
  • Klettern_Niklas
  • Klettern_Markus
  • Klettern_Mathis
  • Klettern_Michael

  


August 2019                

Rettungsübung

Das Baugerüst am Neubau eines Feuerwehrkameraden nutzte die Weltersburger Wehr bei bestem Sommerwetter, um das Retten einer verletzten Person mit Hilfe von Vakuummatratze und Schleifkorbtrage zu üben. Doch wie das (Feuerwehr-)Leben so spielt, musste die Übung zunächst wegen eines Einsatzes verspätet beginnen, und wurde schon nach einer dreiviertel Stunde wegen eines weiteren Einsatzes unterbrochen. Wie man auf dem Foto sieht, wurde der "Patient" (eine 30 kg schwere Puppe) am Ende dennoch sicher zu Boden gebracht.  

Auf dem Gerüst v.l.: Markus Sturm, Matthias Stahl, Florian Aichinger , unten stehend: Jannis Dasbach


November 2017

Gemeinschaftsübung 2017

Die Feuerwehren aus Girkenroth, Guckheim, Herschbach (Vg. Wallmerod) und Weltersburg führen bereits seit vielen Jahren einmal jährlich eine Gemeinschaftsübung durch. Die Übungen finden abwechselnd in einer der 4 Ortschaften statt, und dienen neben dem Üben der überörtlichen Zusammenarbeit nicht zuletzt der Kameradschaftspflege. Im Jahr 2017 war die Weltersburger Feuerwehr an der Reihe.

Angenommene Lage war der Brand einer landwirtschaftlichen Maschinenhalle am Ortsrand von Weltersburg. 

Der "Einsatz" war zunächst als Feuer 2 - Brand einer landwirtschaftlichen Maschinenhalle eröffnet worden. Vor Ort erfuhren die zuerst eintreffen Einsatzkräfte, dass sich bei Brandausbruch eventuell noch zwei Personen im Gebäude aufgehalten haben könnten. Der Einsatzleiter erhöht die Alarmstufe daraufhin auf Feuer 3 - Gebäudebrand mit Menschenrettung.

TSF-W Girkenroth

Die Feuerwehr aus Girkenroth wird bei der Alarmstufe Feuer 2 laut Alarm und Ausrückeordnung automatisch gemeinsam mit der Weltersburger Wehr alarmiert, so dass das Girkenrother TSW-W als erstes wasserführendes Fahrzeug vor Ort war und schnell eine erste Wasserversorgung an der Einsatzstelle sicherstellen konnte.

Die Guckheimer Wehr, die als dritte Einheit die Einsatzstelle erreichte, begann direkt nach Eintreffen mit dem Aufbau einer zweiten Wasserversorgung. Eine erste war bereits über 250m von den Weltersburger Kameraden aufgebaut worden.


Die Guckheimer Leitung speiste dann das Herschbacher KTLF, welches nur kurze Zeit später eintraf und die Brandbekämpfung unterstützte.

TSF Guckheim


KTLF Herschbach


Parallel dazu lief permanent die Suche und Rettung der beiden Vermissten. Die erforderlichen Atemschutztrupps wurden von allen vier Feuerwehreinheiten gemeinsam gestellt.

Die Atemschutzgeräteträger aller 4 Wehren arbeiten gemeinsam. Hier wird einer der beiden Vermissten aus dem Gebäude gebracht.


Über die Beiden Versorgungsleitungen kann ein umfassender Löschangriff vorgenommen werden


Der Weltersburger Wehrführer Gerd Holzbach (rechts) bespricht sich mit seinem Stellvertreter Markus Dasbach (links)


Zwei Herschbacher Feuerwehrleute warten auf ihren Einsatz


Nachdem das Übungsziel erreicht ist und alle Gerätschaften verstaut sind, trafen sich die Wehrleute zur 'Manöverkritik' und dem anschließenden gemütlichen Beisammensein im Feuerwehrgerätehaus Weltersburg. Den Imbiss dazu spendete der örtliche Partyservice Dennis Wagner, dem wir an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich danken.

(Text und Fotos: Michael Dasbach)


Oktober 2017               

Die Weltersburger Feuerwehr besucht die ADAC Luftfahrt Technik GmbH in Sankt Augustin

Unser Mitglied Philipp Jung absolviert seit 2015 eine Ausbildung zum Avioniker bei der ADAC Luftfahrt Technik GmbH (ALT) in Sankt Augustin Hangelar. ALT ist seit 50 Jahren auf die Wartung und Instandhaltung von Hubschraubern und Komponenten spezialisiert, und zählt neben der ADAC Luftrettung auch die Polizei so wie weitere nationale und internationale Hubschrauber-Betreiber zu ihrem Kundenkreis.  

  

Philipp (links) erläutert den Antrieb einer EC135

Philipp hat hier seinen absoluten Traumberuf gefunden, wie er mit breitem Grinsen immer wieder gerne betont. Bei unserem Besuch konnten wir uns nun vor Ort davon überzeugen, wie ernst er das meint. Zusammen mit seinem Ausbildungsleiter nahm er sich einen ganzen Samstagvormittag Zeit, uns den generellen Aufbau und die Funktionen eines Hubschraubers, so wie die Unterschiede der einzelnen Modelle zu erläutern. Die vielen Detailfragen aus unseren Reihen wurden geduldig beantwortet.



Und zu sehen und fragen gab es reichlich, waren doch neben den Ersatzmaschinen der ADAC Luftrettung, die aufgerüstet und einsatzbereit draußen auf dem Flugfeld standen, weitere sieben Hubschrauber unterschiedlicher Kunden zur Reparatur, Wartung oder Aufrüstung in der Halle.

In Hangelar stehen ständig Ersatzmaschinen für die Luftrettung bereit.



Die ADAC Luftrettung gGmbH betreibt deutschlandweit mehr als 50 Hubschrauber an 37 Standorten. Fällt eine der Maschinen kurzfristig aus, stehen in Hangelar einsatzbereite Ersatzmaschinen bereit.

Text und Fotos: Michael Dasbach


September 2017               

Übungstag "Technische Unfallrettung"

Technische Unfallrettung hat unendlich viele Gesichter. Kein Szenario gleicht dem anderen. Die Weltersburger  Einsatzkräfte nahmen sich deshalb einen ganzen Nachmittag Zeit, um in aller Ruhe typische Vorgehensweisen zu üben und sich eventuell neue Techniken zu erarbeiten.

Ermöglicht wurde der Tag durch Löschmeister und Werkstattbesitzer Martin Munsch, der einen älteren Audi A4 zur Verfügung stellte, sowie Florian Kiefer und Marcel Müller von der FF Westerburg, die mit TLF16, RW1 und einer Menge Fachwissen unterstützten.

In den ersten beiden Stunden wurden an drei Stationen verschiedene Rettungsgeräte und Rettungstechniken ‚auf dem Trockenen‘ erläutert und ausprobiert. Dieser Teil der Ausbildungsveranstaltung war den beiden Initiatoren Martin Munsch und Michael Dasbach besonders wichtig. „Nur wer die Möglichkeit hat, sein ’Handwerkszeug’ ohne Zeitdruck und durch eigenes Ausprobieren kennen zu lernen, kann es auch in Grenzsituationen sicher einsetzen“ so die einhellige Meinung.

 

Florian Kiefer (Stellv. Wehrführer der FF Westerburg) erklärt den Einsatz der Hebekissen.


Ziel ist es, die beiden übereinander liegenden Hebekissen auf maximale Höhe zu bringen, ohne dass der Becher mit Wasser herunterfällt.

 

 

Björn Steinebach (am Steuergerät) steht mit dem Rücken zum Geschehen und arbeitet nur auf Anweisung. Mit im Bild (v.r.): Gerd Holzbach (Wehrführer), Andreas Dasbach, Markus Dasbach (stellv. Wehrführer), Nico Schardt und Florian Kiefer.


An einer weiteren Station wurde mit Hilfe eines Radladers der Übungs-PKW in unterschiedliche Lagen gebracht. Ziel war es, Zugangsmöglichkeiten zu suchen, die Insassen zu stabilisieren und verschiedene Möglichkeiten der Rettung aus dem PKW abzuwägen.


Michael Dasbach (Leiter FRG) versucht die Übungsteilnehmer für die missliche Lage der PKW-Insassen und die daraus resultierenden Gefahren zu sensibilisieren.


Der kürzeste oder sicherste Weg aus einem verunfallten Fahrzeug muss nicht zwangsläufig die Tür sein. Im nachfolgenden Foto bereiten Matthias Stahl (links) und Nico Schardt die Rettung des Fahrers per Spineboard über die Heckklappe vor.


Um an einem verunfallten Fahrzeug sicher arbeiten zu können, muss auch dieses zunächst stabilisiert werden. Ein PKW in Seitenlage beispielsweise ist in der Regel in seiner Lage so unstabil, dass eine gefahrlose Rettung der Insassen nicht möglich ist. Die folgenden beiden  Fotos zeigen Ute Holzbach und Philipp Jung, die eine provisorische Schrägstütze, bestehend aus einem Steckleiterteil und einem Spanngurt an der Hinterachse des PKW.    Guido Jung stabilisiert den Wagen gleichzeitig auf der Dachseite mit Hilfe von Rüsthölzern. 




Nach einer kleinen Kaffeepause folgte der zweite Teil des Nachmittags. Nun galt es, das gerade geübte auf eine nachgestellte Unfallsituation anzuwenden. 

Zwei First-Responder haben sich einen Zugang zum "Fahrer" (Hubert Antweiler) verschafft und beginnen mit der Erstversorgung.


Feuerwehrleute stabilisieren des Fahrzeug für die nachfolgende technische Rettung.



Während des nachgestellten Einsatzes übernahm Marcel Müller (im Bild links kniend) die Rolle des Instruktors. Bewaffnet mit Rettungskarte, einer ganzen Menge an Kleinwerkzeug und seiner Erfahrung als Berufsfeuerwehrmann wies er die vorgehenden Trupps an, wie und wo zu schneiden, spreizen oder drücken ist.




Nach Abwägung verschiedener Möglichkeiten wurde entschieden, die B-Säule des PKW komplett zu entfernen, um den Fahrer über ein Spineboard retten zu können



Im Anschluss an die "Rettung" hatten die Feuerwehrleute die Möglichkeit, in aller Ruhe an dem Fahrzeug weiter zu üben. Die folgenden Fotos zeigen weitere Impressionen des Nachmittags.

  • THVU18
  • THVU19
  • THVU20
  • THVU21
  • THVU22
  • THVU23
  • THVU24


Text: Michael Dasbach, Fotos: Niklas Jung, Mathis Jung